Januar 8

Eine Beschneidung in Dortmund?

Eine Nacht, alles ist dunkel. Eine Frau mit einem Baby in ihren Armen steigt in einen Zug. Das Herz der Frau klopft. Am Morgen, als sie die Großstadt erreicht, eilt sie – einerseits voll großer Furcht, andererseits erfüllt von großer Freude – zu einer Adresse. Wird es ihr gelingen? In dem Haus warten bereits zehn Personen – eine „Minjan“. Alle kennen sich und alle sind verlässlich.

Januar 8

Miteinander – Füreinander

Warum das jüdische Volk seine Einheit auch im Exil bewahren konnte

Die Existenz jüdischer Gemeinden in der Diaspora, auch die derer in Deutschland, bezeugt: Die Zeit des Exils ist für das jüdische Volk noch nicht vorüber. Und obwohl der Staat Israel seit nunmehr 58 Jahren wieder die Heimat aller Juden sein könnte, so dauert die Zerstreuung auch heute noch an. Die Frage nach dem Geheimnis der Durchhaltekraft – allen Anfeindungen, Pogromen oder Gefahren der kulturellen Zersetzungen und Assimilation zu Trotz – scheint angesichts 2000 Jahre wechselhafter Geschichte mehr als berechtigt.

Januar 8

Die Juden sind alle am Berg Sinai zum Judentum übergetreten

Die Weisen haben durch die Festlegung, dass am Fest der Tora-Übergabe das Buch Ruth gelesen und gelernt wird, eine erstaunliche Verbindung vollbracht. Das Schavuot-Fest ist bei uns als Fest der Tora-Übergabe, als Fest der Ideen bekannt. Ein Fest von 600.000 Menschen, welche die Stimme des Schöpfers, der uns die Gebote der Tora übergab, gehört haben. Die Weisen entschieden sich, gerade bei diesem Fest eines der schwierigsten Themen der jüdischen Geschichte und Philosophie einzubringen. Die Gegenwart von Ruth beim Schavuot-Fest verleiht diesem sein Merkmal als Fest der Konvertiten, die sich dazu entschieden haben, sich an Gott anzuschließen.

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