WaJechi WaEra

Sch‘mot – שמות

Sch’mot – Abschnitt für Abschnitt

Inhaltsangabe – Abschnitt für Abschnitt

1. Abschnitt (1:1 – 1:17)

We’Eleh Sch’mot b’nei Jisrael haba’im Mizrajimah et Ja’akow isch uweito ba’u. – Und das sind die Namen der Söhne Jisraels, die mit Ja’akow nach Ägypten kamen, jeder mit seiner Familie.

Dies sind die Namen der zwölf Söhne Ja’akows: Re’uwen, Schim‘on, Lewi und Jehudah, Jissachar, Sewulun und Binjamin, Dan und Naftali, Gad und
Ascher sowie Jossef.

In den folgenden Generationen wächst die Zahl der Bnei Jisrael und sie bevölkern das Land. Derweil kommt in Ägypten ein Herrscher an die Macht, der Jossef nicht gekannt hat. Ihm erscheinen die Bnei Jisrael zu zahlreich und somit zu gefährlich. Er setzt Aufseher über sie ein und sie müssen in schwerer Arbeit die Städte Pitom und Ra’amses für ihn errichten. Schließlich befielt er den hebräischen Hebammen, alle männlichen hebräischen Neugeborenen nach der Geburt zu töten, was diese aber aus G´ttesfurcht nicht befolgen.

2. Abschnitt (1:18 – 2:10)

Daraufhin gibt der Pharaoh seinem gesamten Volk die Order, alle neugeborenen Jungen in den Nil zu werfen. Derweil heiratet ein Mann aus dem Stamme Lewi (1) die Tochter von Lewi (2). Sie bekommt einen Jungen, den sie versteckt. Nach drei Monaten kann sie ihn nicht länger verbergen und setzt ihn in einen Korb aus Schilf auf dem Nil aus. Die Schwester des Jungen beobachtet, wie die Tochter des Pharaohs den Korb mit dem Jungen aus dem Wasser herauszieht. Und sie läßt eine Hebamme für das Kind besorgen – die Mutter selbst. Als der Junge älter wird, adoptiert Pharaohs Tochter den Jungen als ihren Sohn und nennt ihn Moscheh (3).

3. Abschnitt (2:11 – 2:25)

Moscheh wächst heran und sieht, wie hart sein Volk arbeiten muß. Eines Tages sieht er, wie ein Ägypter einen seiner Landsmänner tötet. Als er sich unbeobachtet fühlt, tötet er den Ägypter. Am nächsten Tag will er einen Konflikt zwischen zwei Hebräern lösen, die ihm aber die Tat vom Vortag vorhalten – die Tat ist also bekannt geworden.

Auch der Pharaoh hört davon und verurteilt Moscheh zum Tode. Moscheh flüchtet in das Land Median. Dort heiratet er Ziporah, die Tochter von Reu’el 4). Ihren ersten Sohn nennt er „Gerschom“, „Ich war ein Fremder in einem fremden Land“.

Der Pharaoh in Ägypten ist unterdessen gestorben, aber die Israeliten ächzen immer noch unter der Sklaverei und ihre Bitten erreichen G´tt. Und ER erinnert sich an den Bund mit Awraham, Jizchak und Ja’akow.

4. Abschnitt (3:1 – 3:15)

Moscheh hütet die Schafe seines Schwiegervaters Jitro in der Nähe des Berges Chorewah (Horeb). Ein Engel G´ttes erscheint ihm in einem brennenden, aber nicht verbrennenden Dornbusch. Moscheh nähert sich, um das Phänomen zu betrachten, als G´tt zu ihm spricht, er solle sich nicht nähern, sondern seine Schuhe ausziehen, da der Boden heilig ist. G´tt zeigt Moscheh sein Angesicht, welcher daraufhin sein Gesicht aus Furcht verdeckt. ER spricht von den Leiden der Israeliten in Ägypten und erwählt Moscheh als denjenigen, der sie von dort hinausführen wird.

5. Abschnitt (3:16 – 4:17)

Moscheh aber fragt, was er machen soll, wenn die Leute nicht auf ihn hören. Da befiehlt ihm G´tt, seinen Stab auf die Erde zu werfen. Der Stab verwandelt sich umgehend in eine Schlange und – als er die Schlange am Schwanz packt – wieder in den Stab, als Zeichen dafür, daß ER der G´tt Awrahams, Jizchaks und Ja’akows ist. Auch gibt er ihm andere Zeichen, die Moscheh vor den Bnei Jisrael vollführen soll, wenn sie ihm nicht glauben. Moscheh erwidert, daß er kein guter Redner sei, worauf ihm G´tt seinen Bruder Aharon als Sprecher zur Seite stellt.

6. Abschnitt (4:18 – 4:31)

So macht sich Moscheh mit seiner Familie auf den Weg nach Ägypten. Dort soll er zum Pharaoh gehen und ihm sagen, daß er die Bnei Jisrael aus Ägypten ziehen läßt. Auf dem Weg nach Ägypten trifft Moscheh auf Aharon und berichtet ihm über G´ttes Auftrag. In Ägypten angekommen, versammelt Moscheh die Ältesten der Bnei Jisrael und vollführt die Zeichen G´ttes und das Volk glaubt ihm.

7. Abschnitt (5:1 – 6:1) / Maftir (5:22 – 6:1)

Moscheh und Aharon gehen zum Pharaoh und sagen ihm, daß er die Bnei Jisrael ziehen lassen soll. Der Pharaoh aber weist sie zurück und erschwert sogar noch die Arbeit der Bnei Jisrael. Diese beschweren sich beim Pharaoh sowie bei Moscheh und Aharon. Als Moscheh sich daraufhin bei G´tt beklagt, erwidert
ER, daß der Pharaoh sie durch SEINE starke Hand ziehen lassen werde.

Anmerkungen

  1. Damit ist Amram, Sohn von Kehot, Sohn von Lewi gemeint (Sch’mot 6:18; BeMidbar 3:18 und 26:58, Chroniken I 5:29 und 23:13).
  2. Lewi’s Tochter hieß Jochewed (Sch’mot 6:20; BeMidbar 26:59).
  3. In Ägypten bedeutet das Wort „Moscheh“ „Sohn“. Die Namensgebung wird eingeleitet von einer Phrase, die wörtlich übersetzt „er wurde für sie wie ein Sohn“ (siehe Ibn Esra; Hadar Sekenim) bedeutet.
    Bezeichnenderweise kann man das Suffix „Moscheh / Moses“ (und ausschließlich dort) im Namen vieler Pharaonen der 18. Dynastie finden, wie z.B. in „Tut-Moscheh“ (Tut-Moses: „Sohn des Toth“). Gemäß anderer Quellen hat der Name Moscheh seinen Ursprung im ägyptischen Wort „Mo“ (Wasser) und „uses“ (~ „herausgezogen aus“) (Josephus, Antiquities 2:9:6, Contra Apion 1:31; Philo De Vita Moses 2:17 etc.).
    Einige Quellen dagegen geben an, Moschehs ägyptischer Name lautete „Monius“ (Ibn Esra; vergleiche Abarbanel; Josephus, Contra Apion 1:26, 28).
  4. Einige Quellen identifizieren Reu’el mit Jitro (siehe Sch’mot 3:1; Mechilta, Raschi über Sch’mot 18:1, Josephus 2:12:1 etc.). Der Name „Reu’el“ kommt auch in auch in Bereschit 36:4 (Paraschat WaJischlach) vor.

Haftarah: Jeschajahu 27:6 – 28:13; 29:22 – 29:23

Haftarah: Jeschajahu 27:6 – 28:13; 29:22 – 29:23

Die Paraschah enthält die Prophezeiungen G´ttes gegenüber Moscheh beim brennenden Dornenbusch im Sinai über die Erlösung des Volkes Jisrael, den Aufenthalt in der Wüste und den Einzug in das Land, in dem Milch und Honig fließen.

Die Haftarah berichtet davon, daß ein Tag kommen wird, an dem das große Schofar (Widderhorn) erschallen wird und alle Exilanten von den Orten der Zerstreuung kommen werden, um G´tt zu dienen und sich in Jeruschalajim vor ihm zu verbeugen. Sie Paraschah spricht von der ersten, die Haftarah von der abschließenden Erlösung, wobei sehr starke Parallelen bestehen. Es kann als Zusammenfassung des Lebens der jüdischen Nation aufgefaßt werden, beginnend mit der Sklaverei und dem Exodus aus Ägypten und endend mit dem Sammeln der Exilanten.

Psalm 99 – Botschafter des Ewigen

Psalm 99 – Botschafter des Ewigen

Wer nach einem Verbindungspunkt zwischen Psalm 99 und dem Wochenabschnitt Schemot sucht, dem springt ins Auge, dass der Psalmist von den Brüdern Mosche und Aharon spricht, die beide im Wochenabschnitt Schemot erstmals erwähnt werden.

Mosche bekam von Gott folgenden Auftrag: “Und nun, komme, dass ich dich sende zu Pharao, und führe mein Volk, die Kinder Israels, aus Mizrajim“ (Schemot 3,10). Später wurde Aharon Assistent seines Bruders: „Und du sollst zu ihm reden und ihm die Worte in den Mund legen, und ich werde sein mit deinem Munde und mit seinem Munde und euch unterweisen, was ihr tun sollt. Und er wird reden zu dem Volke, und so soll er dir sein zu einem Mund, und du wirst ihm sein zu einem Gott“ (Schemot 4, 15 und 16). Rabbiner Hertz erklärt:

„Mosche empfängt seine Eingebungen von Gott direkt und wird der Inspirator seines Bruders, der als Dolmetsch vor Pharao und gegenüber Israel auftreten soll.“

Im Psalm 99 lesen wir: „Mosche und Aharon waren unter seinen Priestern und Schmuel unter den Anrufern seines Namens. Sie riefen zum Ewigen, und er erhörte sie“ (Vers 6). Worauf beruht das Geheimnis ihrer Erhörung? Rabbiner Hirsch erklärt: „Sie standen Gott so nahe und konnten so sehr sich in die göttlichen Waltungswege hinein denken, dass sie mit dem, was sie von Gott erflehten, nur den göttlichen Absichten entgegen kamen.“

Der Psalmist unterstreicht die Tatsache, dass Gott seinen  Boten keine diplomatische Immunität gewährt: „Ewiger unser Gott, du erhörtest sie. Ein verzeihender Gott warst du ihnen und auch Rächer ihrer Untaten“ (Vers 8). Bezüglich Mosche und Aharon  spielt der Psalmist auf den Vorfall in Kadesch an (siehe Bamidbar 20,12). Den Propheten Schmuel bestrafte Gott, weil er seine Söhne nicht richtig erzogen hatte (siehe Raschi und Rabbiner Hirsch zu Vers 8).

Псалом 99 – Послы Вечного

Псалом 99 – Послы  Вечного

Тот, кто ищет связь  между псалмом 99 и недельной главой Шмот, тот увидит, что псалмопевец говорит о Моше и Аароне, которые впервые упоминаются в рассматриваемой главе Торы.

Моше получает от Бога следующее задание:

«А   теперь иди,  и Я пошлю  тебя к Паро, и выведи народ Мой,  сынов Израелевых из Египта» (Шмот  3,  10).

Позже  Аарон  стал ассистентом  своего брата:

«И  будешь  ты  говорить  и влагать слова в уста  его,  а   Я  буду при  устах твоих  и  при  устах  его и буду  учить  вас,  что  вам  делать.  И  он будет  говорить  вместо  тебя  с  народом.  И он будет  тебе устами,  а ты  будешь  ему  вместо    Бога»   (Шмот 4,  15 – 15).

Раввин   Герц  поясняет:

«Моше получает вдохновение  непосредственно  от Бога и становится инспиратором своего брата,  который должен служить  переводчиком между Паро и еврейским народом».

В  псалме  99  мы  читаем:

«Моше  и Аарон из  священнослужителей и Шмуэль  из  призывающих  имя  Его взывали  к Богу,  и Он  отвечал  им». (Тегилим  99, 6).

На чем зиждется их   призвание?   Раввин  Гирш  поясняет:

«Они  стояли  столь  близко  к  Богу и могли  столь сильно  погружаться в  дела  Божьего  правления,  что все то, что они получали  от Бога они направляли на службу Ему».

Псалмопевец  подчеркивает   то,  что Бог не дает своим послам   никакого дипломатического  иммунитета:

«Бог,  Всесильный наш!   Ты  отвечал им,  Ты был  для них  Богом прощающим  и карающим  за поступки  их.» (Тегилим 99, 8).

Относительно   Моше и  Аарона  псалмопевец указывает на инцидент в Кадеше  (смотри  Бамидбар 20,  12). Пророка Шмуэля  Бог  наказывает за то,  что он плохо воспитал своего сына.

(Смотри комментарии Раши  и раввина Гирша к  строфе 5).