Sep ‍‍2012 - תשעב / תשעג

Hannukah

Mi Kamokha baElim?

Wer ist wie DU unter den G’ttern?

Hier können Sie ein Heft der ORD zu Hannuka 2016 herunterladen: chanukka-2016

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Außerdem finden Sie hier ein Faltblatt zu Hannuka: Sseder Hadlkat Hanerot

Hier finden Sie aktuell „Chanukka Erklärt“ von Rabbiner Folger: chan_flyer_druck3

Hannuka

Im Jahre 167 v. d. Z. gelang es einer Gruppe jüdischer Widerstandskämpfer im heutigen Israel, die damals dort herrschenden griechischen Besatzer zu vertreiben. Diese hatten den Tempel in Jerusalem entweiht, indem sie dort ihre Götterstatuen aufstellten und unreine Tiere opferten. Außerdem verboten sie den Juden, Torah zu lernen, Schabbat zu halten und ihre Söhne zu beschneiden.

Der Aufstand dauerte mehrere Jahre und wurde von fünf Brüdern angeführt, die sich den Beinamen Makabim, die Makkabäer, gaben. Der Name stammt von dem Schlachtruf der Aufständischen »Makabi«, eine Abkürzung des Satzes: »Mi kamokha baElim«, was bedeutet: »Wer ist wie du unter den Göttern?« Zur Erinnerung an die Vertreibung der Griechen aus Jerusalem und die Wiedereinweihung des Tempels wird Chanukkah 8 Tage lang gefeiert.

Eine Legende erzählt, dass nach der Befreiung im Tempel noch ein versiegelter Krug heiligen Öls gefunden wurde, mit dem man die große Menorah entzündete. Obwohl die Ölmenge eigentlich nur für einen Tag gereicht hätte, brannte die Menorah 8 Tage lang. Dies gilt als Begründung für die 8-tägige Dauer des Festes. Eine weitere Erklärung besagt, dass mit der Wiedereinweihung des Tempels -• Sukkot, eins der drei Wallfahrtsfeste, nachgefeiert wurde. Auch Sukkot dauert 8 Tage. Zu Chanukkah wird auf einem 8-armigen Leuchter, der Chanukkijah, an jedem Tag des Chanukkahfestes eine Kerze mehr angezündet, bis am 8. Tag alle 8 Chanukkahkerzen brennen. Es ist Sitte, während der Chanukkahzeit in Öl gebackene oder gebratene Speisen wie z. B. Kartoffelpuffer (Latkes) oder Kreppel zu essen.

Halachot zu Chanuka

Wie viel Kerzen werden zum Chanukkafest angezündet?

Der Babylonische Talmud berichtet von unterschiedlichen Bräuchen im Land Israel: Das Gebot der Chanukkakerze bedeutet ein Licht je Haushalt; die ganz Strengen sagen dagegen: Ein Licht für jedes Familienmitglied. Die noch Strengeren aus der Schule Schammais sagten: Am ersten Tag werden acht Lichter angezündet, jeden Tag darauf wird ein Licht weniger angezündet. Die aus der Schule Hillels sagten: Am ersten Tag wird ein Licht und jeden Tag darauf ein weiteres Licht angezündet.

Heute zünden wir die Lichter in Übereinstimmung mit der Schule Hillels an, d. h. am ersten Abend ein Licht und an jedem weiteren Abend ein Licht mehr, so dass am achten Abend insgesamt acht Lichter angezündet werden. Zu diesem Zweck verwenden wir einen Chanukkaleuchter mit acht Flammen, die ganz Strengen verwenden einen Chanukkaleuchter für jedes Familienmitglied. Die Kerzen werden angezündet, sobald am Himmel die ersten Sterne zu sehen sind; d. h: sofort nach dem Abendgebet. Solange die Lichter brennen; ruh jede Arbeit. Die ganz Flinken zünden die Lichter bereits bei Sonnenuntergang an, ohne auf die ersten Sterne zu warten. Die Lichter müssen mindesten; eine halbe Stunde lang brennen. Der Chanukkaleuchter muss so aufgestellt werden, dass er ins Auge fällt, denn hinter diesem Gebot steht ja die Absicht das Wunder zu bezeugen und das Wissen darüber zu verbreiten, damit so viele wie möglich von ihm erfahren. Die dabei verwendeten Lichter dürfen keinem anderen Zweck dienen.

Die Chanukka-Lichter

An allen acht Tagen besteht die Mizwa, Chanukka-Lichter anzuzünden. Die Lichter müssen am Eingang zum Haus oder am Fenster angezündet werden, um vom Wunder öffentlich zu künden, damit jeder, der vorübergeht, die angezündeten Lichter sehe und dadurch an die Wunder erinnert werde.

Womit zündet man Chanukka-Lichter an?

Es sind verschiedene Öle und, Kerzen erlaubt um die Chanukka Lichter anzuzünden; aber man erfüllt die Mizwa am sorgfältigsten, wenn man Olivenöl verwendet, denn das Wunder geschah mit Olivenöl. Verwenden Sie einen „Schamasch“, eine Dienerkerze, um die Lichter zu entzünden. Dieser Diener hat seinen speziellen Platz auf der Chanukia.

Chanukka-Bräuche

Neben den Geboten für das Chanukkafest hat sich auch ein ganz besonderes Brauchtum entwickelt, das dem Fest eine ganz besondere Stimmung verleiht. Dazu gehört unter anderem das Essen von Pfannkuchen oder Kartoffelpuffern. Dafür gibt es keine einzige Vorschrift, die Ursache für diesen Brauch finden wir darin, dass beide an das Fläschchen Öl erinnern (denn beide werden in Öl gebacken).

Um auch die Kinder in die festliche Chanukkastimmung einzubeziehen, erhalten sie das so genannte »Chanukka-Geld«, und sie werden eine Stunde früher als sonst vom Torastudium befreit. Natürlich steigert dieser schöne Brauch das Glück und das Festtagsgefühl der Kinder. Außerdem bietet uns Chanukka die Gelegenheit, ihnen Zuspruch zu geben und sie daran zu erinnern, sich – etwa bezüglich dem Studium oder wohltätiger Handlungen – vorbildlich zu verhalten.

Außerdem gibt es für die Kinder besondere Spiele zum Chanukkafest. Eines davon ist ein Kreiselspiel, auf dem die Buchstaben »Nun«, »Gimmel«, »Heh« und »Pe« aufgezeichnet sind, die die Initialen für den – hebräischen – Satz sind: »Nes gadol haja po«, d.h., hier hat sich ein großes Wunder ereignet; im Ausland wird das »Pe« für »hier« durch ein »Schin« für »dort« ersetzt. Der Sevivon wird normalerweise verwendet, um ein spannendes Chanukka-Spiel zu spielen. Jeder Spieler erhält einige Rosinen, Bonbons oder Nüsse zu einzusetzten. Bevor ein jeder Spieler den Sevivon dreht legt jeder einen Einsatz in die Spielkasse. Wenn der Buchstaben „Schin“ kommt muss der Spieler einen zusätzlichen Einsatz in die Spielkasse legen; bei dem Buchstaben „Hei“ erhält der Spieler den halben Kasseninhalt; bei dem Buchstaben „Gimmel“ gewinnt der Spieler den gesamten Kasseninhalt; „Nun“ der spieler verliert und gewinnt nichts.

Wenn ein Spieler den Buchstaben „Gimmel“ erdrehte und somit den ganzen Kasseninhalt leerte, müssen die Mitspieler von neuem Anfangen.