Dezember 19

Definition – im Namen des Volkes

Interreligiöse Ehen können aus orthodoxer Sicht keine Grundlage für eine jüdische Familie sein

Viele Menschen inner- und außerhalb unserer Gemeinden beschäftigen sich gegenwärtig mit der Frage, wer eigentlich Jude ist – und wer nicht. Viele Kinder jüdischer Väter und nichtjüdischer Mütter suchen Hilfe und möchten als Juden definiert werden. Es handelt sich vielfach um russischsprachige Zuwanderer, die entsprechend der behördlichen Regelung in der alten Heimat in ihren Papieren dem Vater entsprechend den Eintrag »Jude« haben.

Dezember 8

Das Leben, ein Kampf

Die Tora zeigt, wie schwer es Brüdern fällt, einträchtig zusammenzuleben Brüder benehmen sich oft eigenartig zueinander. Doch Josefs Verhalten seinen Brüdern gegenüber, wie wir es in unserem Wochenabschnitt lesen, übertrifft in dieser Hinsicht jegliche Erwartung: Nachdem er jahrzehntelang von seiner Familie getrennt war und inzwischen zum zweiten Mann an der Spitze Ägyptens aufgestiegen ist, sieht.

Oktober 4

Zu Simchat Tora: Ein Gesetz für die Ewigkeit

Was die g’ttliche Schrift von allen anderen Regelwerken unterscheidet Menschen mögen es, Spaß am Leben zu haben. Wenn es einen Anlass zum Feiern gibt, werden sie ihn mit viel Freude nutzen. Es tut ihnen gut, sich frei zu fühlen, zu genießen oder etwas nicht Alltägliches zu erleben. In gleichem Maße erleben wir Geburtstagsfeiern, Hochzeiten und.

Oktober 4

Bebauen und bewachen

Der Mensch ist aufgerufen, die von G’tt erschaffene Welt zu vervollkommnen – aber in Maßen

Wenn wir von der Erschaffung der Welt lesen, fragen wir uns: Sollen wir die erschaffene Welt weiterentwickeln oder uns mit den gegebenen Bedingungen abfinden? Sollen wir das Korn nach seiner Ernte so verzehren, wie es wächst oder einen Kuchen daraus backen? Wäre dies eine Handlung gegen G’tt? Müssen wir uns mit dem von Ihm Erschaffenen zufriedengeben?

September 27

Symbolik – Monat der Feiertage

Was die Zahl sieben mit dem Laubhüttenfest zu tun hat

Insgesamt 34 Gebote und Traditionen im Judentum können mit der Zahl sieben in Verbindung gebracht werden. Was hat es auf sich mit diesem Zahlenwert? Die Antwort gibt uns Rabbi Jehuda Löw, der Maharal von Prag (um 1520–1609). Die materielle Welt erstreckt sich in vier Himmelsrichtungen (Norden, Osten, Süden, Westen) sowie Oben und Unten. So kommen wir zur Zahl sechs. Sie ist das Symbol für die materielle Welt. Jetzt brauchen wir einen Mittelpunkt, der der physischen Welt seinen Sinn gibt. Es ist die sieben. Nach sechs Arbeitstagen folgt der Schabbat, nach sechs Jahren kommt das Brachjahr, und nach sechs Monaten folgt der Tischri, der siebte Monat, der durch eine Vielzahl von Feiertagen erhellt wird.

August 5

Trauer und Hoffnung

Am 9. Aw befielen zahlreiche Tragödien das jüdische Volk, doch bleibt die Erwartung baldiger Erlösung auch an diesem Tag ungebrochen Der 9. Aw ist als ein Tag der Trauer in die jüdische Geschichte eingegangen. Die Ursprünge von Tisch’a be-Aw, wie der Tag auf Hebräisch heißt, liegen schon in der Tora. Damals hatte sich das jüdische.

August 5

Aus Liebe zum Land

Warum Zionismus und Religion zusammengehören Theodor Herzl war kein besonders religiöser Mensch. Dennoch nehmen wir auch als gläubige Juden für uns in Anspruch, gute Zionisten zu sein. Warum auch nicht? Zionismus und Religion widersprechen einander nicht. Ganz im Gegenteil. Der Staat Israel hat im religiösen Sinne eine ganz besondere Bedeutung für unsere eigene Identität. Wenn.

Juli 12

Momententscheidung

Was für ein Finale! WM-Endspiel 2006: Wie man in einer Sekunde alles zerstören kann Am kommenden Sonntag ist es soweit: Finale! Das Endspiel um die Fußballweltmeisterschaft 2010. Viele Fans sind nach Südafrika gereist, um live mitzuerleben, welche Mannschaft die begehrte Trophäe mit nach Hause nehmen kann und damit ein neues Kapitel Fußballgeschichte schreibt. Wenn wir.

Juni 24

Eine Frage der Folgen

Was die Zerstörung des Jerusalemer Tempels mit unseren alltäglichen Streitigkeiten zu tun hat

Am kommenden Dienstag (17. Tamus) beginnen die drei Wochen vor dem 9. Aw, eine Periode, die durch viele Ereignisse der jüdischen Geschichte zur Trauerzeit geworden ist. Insbesondere betrauern wir dabei die Zerstörung der beiden Tempel, was gleichzeitig auch den Verlust des Landes Israel und den Beginn unseres Exils, das schon fast 2.000 Jahre andauert, bedeutet.

Juni 17

Endlich Ferien

Müßiggang ist aller Laster Anfang, heißt es. Dürfen wir uns dem sommerlichen Nichtstun hingeben?

Der Sommer ist wieder da! Und das heißt, dass es bald in den Urlaub geht. Endlich. Wer kennt nicht das Gefühl, die Arbeit hinter sich zu lassen und sich auf den Weg in die langersehnten Ferien zu machen. Viele warten nur auf diese Zeit im Sommer, wo sie Strand, Meer, Berge und Sonne richtig genießen können – und endlich den grauen Alltag vergessen wollen. Viele sparen das ganze Jahr über, um nur diese zwei oder drei Wochen richtig genießen zu können – ohne dabei ständig auf den Geldbeutel schauen zu müssen. Doch was sagt unsere Religion dazu? Ist Urlaub eine gesunde Sache für den Geist – und wie viel soll man in einen Urlaub investieren?

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